Betrieb

Backup

Datensicherung

Die regelmäßige Sicherung des Datenbestandes ist wichtig für den Fall, dass historische Daten für weitere
Auswertungen benötigt werden. Wie bei jedem anderen Rechnersystem können Datenverluste nicht
vollkommen ausgeschlossen werden. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, historische Daten zu sichern:
• regelmäßiger manueller Export über die Webinterfacefunktion Datenexport
• falls ein ftp-Server genutzt werden kann, können die Daten automatisiert täglich oder monatlich als
csv-Datei (Excel lesbar) über die csv-Upload Funktion gesichert werden
• die Nutzung des smart-me Portals

Alternativ können auch ftp-Server im Internet verwendet werden, beispielsweise https://www.bplaced.net/

Konfiguration (Messkanäle)

Im Webinterface kann über die Funktion entities.php die Kanalkonfiguration im json-Format abgerufen
werden. Das sollte nach Abschluss der Konfiguration erfolgen. Das Vorgehen ist dabei wie folgt:
• Aufruf der Unterseite: http://ip-adresse/entities.php
• Rechtsklick auf den Seiteninhalt, aus dem Kontextmenü Seite speichern unter anwählen
• an einem geeigneten Speicherort unter Vergabe eines aussagekräftigen Dateinamens mit der Endung .json
abspeichern
Im Notfall kann mithilfe dieser Datei die Konfiguration wieder eingerichtet werden.

Webservice / API

Dokumentation

Die Dokumentation zum Webservice steht hier zum Download bereit.

Über den Webservice können aktuelle Leistungswerte, Zählerstände aber auch Zeitreihen im json-Format abgerufen werden.

{ „status“: „o.k.“, „result“: [ { „meterId“: „84“, …..

Hilfreich ist das für die Einbindung der erhobenen Daten in Steuerungen oder für übergeordnete Monitoringsysteme.

Test der Funktion im Browser

Über die Seite https://ip-address/json/Test_json.php kann die Funktion im Browser getestet werden. Damit werden gleichermaßen die Methoden POST und GET unterstützt. GET übermittelt die Parameter sichtbar in der URL, Beispiel:

https://ip-address/json/API.php/getLive/?meterId=84

Antwort:

{ „status“: „o.k.“, „result“:
 
    [ { „counter“: 0,
„ID“: 84,
„title“: „Raumtemperatur“,
„type“: „w1temp“,
„unit“: „°C“,
„timeEnd“: „1552550190000“,
„power“: 21.786599007895
   } ]
}
 

Aufbau

Die Messkanäle werden über eine ID angesprochen, die als Parameter übergeben wird. Die ID’s der Kanäle wird über die Methode getMeters abgerufen, sie sind fest über die Lebensdauer der Messkanäle. Sie können daher fest in der abfragenden Routine hinterlegt werden.

timeEnd ist der UNIX-Zeitstempel zum Ende des Messintervalls x 1000; häufig der Zeitpunkt der Datenerfassung bei z.B. Temperatur, D0, Modbus.

counter ist der Zählerwert, sofern es sich um einen Verbrauchskanal handelt.

Wie lange reicht der Speicherplatz?

Kapazität

Die Datenpartition, die hauptsächlich von der Datenbank genutzt werden kann, beträgt ca. 3GB. Neben den Meßdaten sind dort auch die Logfiles untergebracht, die im Allgemeinen kaum Speicherplatz benötigen.

Der Bedarf pro Kanal beträgt ca. 19MBs/d. Das bedeutet für ein Berechnungsbeispiel von 4 Kanälen, 120s
Intervall für 1 Jahr: 19MBs/d · 365d / 120s · 4 Kanäle = 231 MB/a, das heißt die Speicherkapazität reicht für die Aufzeichnung von ca. 12 Jahren.

Monitoring

Energiemonitor Speicherauslastung

Die Auslastung kann auf der Startseite überwacht werden, die Angaben beziehen sich auf die Datenpartition, deren Größe und aktuelle Belegung. Die Datenbank allokiert sich den notwendigen Speicherplatz nach Bedarf; die Angabe „Freier Speicher“ bezieht sich lediglich auf den im Moment reservierten Speicherplatz. Die Gesamtgröße ist ausschlaggebend und sollte kleiner 2.7GB bleiben.

Management

Mit dem Bedarf von ca. 19MBs/d pro Kanal und der Messsituation (Kanalanzahl) kann abgeschätzt werden, wie hoch der Speicherplatzbedarf sein wird. Über die Intervallgröße kann Einfluss genommen werden; je nach Anforderung muss abgeschätzt werden, ob eine Intervallgröße von 2min eventuell noch ausreichend ist oder ob 30s nötig sind mit dem 4-fachen Speicherplatzbedarf.

Zeitreihenbereinigung

Energiemonitor Zeitreihenbereinigung

Es kann ein Ringpuffer eingerichtet werden, aus dem ältere Zeitreihenwerte regelmäßig entfernt werden. Im Beispiel Daten, die älter als 2 Jahre sind. Die Tageswerte sind davon nicht betroffen. Konfiguration ⇒ Zeitreihenbereinigung

 

 

Logfiles

Energiemonitor LoglevelDie Logfunktion sollte nach der Inbetriebnahme deaktiviert sein. Dafür wird das Kontrollkästchen „Logfile aktiv“ zurückgesetzt wie im Bild.

Inbetriebnahme

D0-Lesekopf

Prüfen Sie folgende Einstellungen am D0-Lesekopf:

Position: Sitzt der Kopf mittig auf der vorgesehenen Aufnahme des Sensors? Das Kabel weist senkrecht nach unten.

Konfiguration: Im Allgemeinen werden die Protokolle SML und nach IEC62056-21 verwendet:

Hersteller Typ Protokoll Parameter  
      baudratenchangedeley
[ms]
Übertragungsdauer
[s]
Elster AS3000 IEC62056-21 250 30
Iskramecco ISKRA MT691 SML    
ISKRA MT851-1303 IEC62056-21 200 50
Landis+Gyr E650 IEC62056-21 150 20
Landis+Gyr E350 IEC62056-21 300 20
Landis+Gyr E230 IEC62056-21 200 20
Hager eHZ-KW8E2A5L0EQ2P SML    
EasyMeter Easymeter Q3MA1170V6.02 SML    
EMU EMU32.61 IEC62056-21 150 20
EMH eHZ-KW8E2A5L0EQ2P SML    
ITRON DC451 IEC62056-21 120 20
ITRON ACE3000 IEC62056-21 100 20

Tabelle: Beispielkonfiguration

OBIS-Kennzahlen: Die OBIS-Kennzahlen codieren das Zählerregister, das ausgelesen werden soll. Beispiele:

1.8.0 Bezug

2.8.0 Einspeisung

Wichtig ist, ob der Zähler diese Register erfaßt (wird häufig auf dem Zähler vermerkt).

Logdatei: In der Logdatei läßt sich gut nachvollziehen, ob Daten gesendet werden. Geben Sie dazu in der Adresszeile des Browsers /S0-Log.php ein und aktualisieren Sie ab und an. Es kann je nach Intervallgröße des Messkanals dauern, bis eine neue Anfrage an den Zähler gesendet wird. Im Logfile sollte nun eine Auflistung der verfügbaren Register (OBIS) mit den zugehörigen Zählerständen erscheinen.

Weitere Informationen finden Sie außerdem hier.

Konfiguration Messkanal

Energiemonitor: Konfiguration Messkanal

 

 

 

 

Die eingegebenen Parameter werden durch „Senden“ plausibilisiert und übernommen. Die Kanalkonfiguration wird rot markiert. Durch Mouseover erhalten Sie Hinweise darauf, ob der entsprechende Parameter akzeptiert wird.

Im Fall, dass ein wichtiger Parameter fehlt oder außerhalb des zulässigen Bereichs liegt, wird die Konfiguration nicht übernommen, auch Eingaben an nicht markierten Messkanälen. Die gesamte Konfiguration ist übernommen, sobald alle Kanäle als plausibel (grün umrahmt) markiert sind.

 

 

 

 

 

 

 

Löschen Sie bitte auch rot eingerahmte Kanäle, die nicht benötigt werden.

Modbus TCP

Konfiguration Modbus TCP

Download Dokumentation →

Die Kommunikation über ein Modbus TCP gateway erfolgt analog zum Verfahren bei Modbus RTU. Der USB-Adapter wird ersetzt durch das TCP gateway. Die Konfiguration der slaves (Modbus Geräte) und der Modbus Kanäle erfolgt in der selben Art und Weise, der Verweis auf den Umsetzer erfolgt anhand der IP-Adresse des gateways.

Es sind also 3 Ebenen zu parametrisieren:

1. Modbus TCP Gateway

Modbus TCP Gateway Definition

Definition TCP Gateway: IP Adresse/Port

2. Slave

Modbus TCP, Modbus RTU Kanalkonfiguration

Slave RTU (Kanal 1)/TCP (Kanal 2) Slave: Wichtig ist der Zählertyp.

3. Modbus Kanal

Modbus TCP, Modbus RTU Kanalkonfiguration

Modbus Kanal: Zuordnung erfolgt über Adapter/Gateway (Seriennummer) und die Geräte ID

Achtung: Bei Änderung an Slave- oder Gateway-Einstellungen müssen die Einstellungen an den Kanälen aktualisiert werden. 

S0-Impuls-Schnittstelle

An der S0-Impuls-Schnittstelle werden keine Werte registriert.

Prüfen Sie, ob die Kette schlüssig ist:

Verkabelung: S0+ bzw. Pin 3 (BASIS) / Pin 4 (PLUS) ist mit der Klemme S0+ des Zählers verbunden. S0- wird an den entsprechenden Pin (S0-, X-PLUS) angeschlossen bzw. an den Pin 4-6 (BASIS) / Pin 5-12(PLUS).

Port: Ist in der Software der richtige Port gesetzt?

Wertigkeit: Haben Sie die dem Zähler entsprechende Auflösung eingestellt? Hutschienenzähler haben zumeist 1000 Imp/kWh, das bedeutet, pro Wh wird ein Impuls erzeugt.

Test:  Durch Kurzschließen der S0-Strecke (Kabel am Zähler), also kurzes Kontaktieren, können Sie Impulse erzeugen. Die Software muss diese registrieren.hier

Impulsdauer: Die Impulsdauer beträgt im Normalfall 30ms. Die Dauer wird für die Plausibilisierung genutzt. Um sicher zu gehen, dass ein falscher Wert die Messung nicht beeinträchtigt, kann der Wert auf 1ms gesetzt werden und somit praktisch nur die Flanke erfaßt werden.

Weitere Informationen finden Sie außerdem hier (Quickstart).

Sensor Ferraris-Zähler

Sensor Ferraris-Zähler:

  • Die Erfassung der Umdrehungen der Drehscheibe basiert auf einem optischen Verfahren, aufgrund  der vielen Zählertypen mit unterschiedlichen Abständen Glas/Drehscheibe kann die Justage des Sensors mit etwas Aufwand verbunden sein bis hin dazu, dass keine sichere Erfassung möglich ist. Die Funktion kann z.B. auch durch Verschmutzung oder Unwucht der Drehscheibe verhindert werden.
  • Der Sensor Ferraris-Zähler  wird als S0-Kanal konfiguriert. Die Auflösung ist die Zählerkonstante, Umdrehungen/kWh, häufig 75 U/kWh.
  • Sensitivity: Die Schwelle muss sich im guten Mittelfeld befinden zwischen der Justagestellung, ab dem die Reflexion im größeren nicht markierten Bereich ohne Flackern detektiert wird (LED an) und der Stellung der Justageschraube im maSchaltschwellen Sensor Ferraris-Zählerrkierten Bereic
    h, wo die LED sicher aus ist. Der Bereich muss durchfahren werden für eine robuste Einstellung mittig zwischen diesen beiden Schwellwerten. Danach müssen Sie noch einige Umdrehungen prüfen, ob das Verhalten korrekt ist, den Sensor am besten zusätzlich arretieren (Kabelbinder, Klebeband). Also vermutlich etwas weiter nach rechts drehen, so dass die Schwelle robust über dem Reflektionspegel der Markierung liegt.
  • Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.

Lokale Datenbank

SQL Einführung

Die lokale Datenbank ist der zentrale Speicher der Messwerte und Konfigurationsparameter. Ab Webinterface – Version 8.45 können über die Weboberfläche SQL-Befehle oder -scripte ablaufen.

! Vorsicht: Bei unsachgemäßer Handhabung kann es zu Datenverlust kommen.

Auf diese Art und Weise ist es möglich, die Datenbank im Notfall zusätzlich zu bereinigen, Speicherplatz freizugeben oder aber spezielle Auswertungen mit dem Datenbestand durchzuführen.

Per Formular können einzelne SQL-Befehle oder auch mehrzeilige Scripts ausgeführt werden:

URL: exec_sql.php

Energiemonitor: SQL Befehl

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Beispiele folgen an dieser Stelle.